Jeder
ehrliche Versuch sich
im Keime erstickt.
Die
Freiheit bot genug. Spiel, Spass, Selbstbetrug,
lächelnd
alles ertragen. Im
Labyrinth der Seele
stellen
sich andere Fragen. Der
ewige Streit mit sich
sucht
verzweifelt Wege in
des Schöpfers Gehege.
Sehnsucht
und Verlogenheit, an
denen es fast zerbricht,
steuert
aus dem Unbehagen die
Sucht nach Zärtlichkeit,
die
einen nie mehr verlässt. Unerfüllte
Bedürfnisse
hinterlassen
dunkle Schatten. Erwidern
Gleichgesinnte Gefühle,
bleiben
sie in einem haften, machen
Betroffene zu schaffen.
Einmal,
ohne es zu wollen, spielt
das Innere verrückt.
Ob
Lügen weiter lügen sollen? Das
ist es, was so bedrückt.
Liebe,
die suchend sich verführt. Zwischen
Frau und Mann
dauernd
hin und her gerissen. Vertan
der wiederkehrende Anfang.
Die
Seele schon verschlissen. Sie
hatte sich vergriffen.
Von
der Vorstellung geplagt, im
Zweitgesicht aufgerichtet,
beginnt
ein Lebenskampf, der
sich lautlos vernichtet,
nur
noch Verlangen empfindet. Anspruchslos,
selten beständig,
vom
Verstand nicht begriffen, meist
verwirrt, sehr ängstlich
trieibt
der Wunsch nach ihr, ihm und
das immer wieder anonym.
Trotz
gewisser Leidenschaft berühren
sie einander
etwas
verschämt, minutenhaft, ohne
ein vertrautes Miteinander.
Was
bleibt, ist abnormes Theater.
Marcel
Hermann
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